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Präventionsteam OHZ PDF Drucken E-Mail

Das Präventionsteam - Osterholz war von 2007 bis 2009 im Gebiet der sozialen Stadt Osterholz-Scharmbeck aktiv.

Pressebericht zum Präventionsteam Osterholz 

Bilder zum Präventionsteam Osterholz finden Sie HIER!

Allein in dem sozialen Brennpunkt Drosselstraße leben 385 Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren
überwiegend aus Familien mit Migrationshintergrund, die auf Transferleistungen angewiesen sind. Ihnen fehlt es
an Orientierung, Motivation, Struktur und Unterstützung in den Familien. Sie sind in ihren Entwicklungschancen
benachteiligt und haben nur begrenzten Zugang zu Bildung und Ausbildung. Der Anteil, der ohne Schulabschluss
die Schule verlässt, ist steigend. Rivalisierende Jugendgruppen haben sich gebildet und Straftaten wie
Sachbeschädigung, Brandstiftung, Einbruch und Diebstahl sind ansteigend.


Hauptursachen für die steigende Gewaltbereitschaft sind innerfamiliäre Gewalt und traditionell-autoritäre
Erzeihungsmuster mit vormoderner Vorstellungen von Männlichkeit. "Familienehre" und mangelndes
Rechtsbewusstsein tragen der Gewalttätigkeit bei, die sich durch machohaftes Auftreten, Gewalt, Kriminalität
oder den konsequenten Rückzug in die eigene ethnische Gruppe äußern. Durch das Projekt "Präventions-Team
im Brennpunkt" soll durch den Lichtblick e.V. in Zusammenwirken mit der elko & Werder Security GmbH unter
Einbeziehung der örtlichen Jugendarbeit hier eingelenkt werden. Von ihnen ausgewählte 2 bis zu 5 Jugendliche
im Alter von 14 bis 18 Jahren aus dem Problemquartier bilden gemeinsam mit bis zu drei Mitgliedern des
Lichtblick e.V. und zwei Mitarbeitern der elko & Werder Security GmbH das Präventions-Team, das jeweils an
den Wochenenden freitags und samstags in der Zeit von ca. 20.00 bis 2.00 Uhr auf den Straße und an
den`unterschiedlichen Treffpunkten für die Jugendlichen ansprechbar sein wird.


Ausgestattet mit einheitlicher Kleidung wird das Präventions-Team nach dem Aufbau von Vertrauen und
Akzeptanz unter den Jugendlichen eine aktive Hilfestellung bei Problemen bieten und die soziale und berufliche
Integration fördern können. Um das leisten zu können, soll unter den beteiligten Projektpartnern unter
Einbeziehung weiterer integrativ/präventiv arbeitender Stellen über die Projektlaufzeit hinaus ein regelmäßiges
"Präventions Netzwerk-Treffen" stattfinden, um Jugendliche auffangen und deren soziale und berufliche
Integration fördern zu können.


Die in das Präventions-Team eingebundenen Jugendlichen absolvieren in der Projektlaufzeit ein zertifiziertes
Praktikum, um soziale und berufliche Kompetenzen erwerben und den Beruf der Fachkraft für Schutz und
Sicherheit auch durch Arbeitseinsätze im Bremer Weserfußballstadion und bei den Bremen Roosters kennen zu
lernen.


Überwiegend werden Jungen/heranwachsende Männer wie Mädchen/heranwachsende Frauen aus Familien mit
Migrationshintergrund traditionell-autoritär erzogen.
Jungen/ heranwachsende Männer werden auf ihre Rolle als Familienoberhaupt und Mädchen/ heranwachsende
Frauen auf ihre Rolle als Ehefrau, Hausfrau und Mutter vorbereitet. Vorbereitet werden sie gemeinsam darauf,
sich in den eigenen ethischen Gruppen zu bewegen, was einer Teilnahme an dem sozialen und
gesellschaftlichen Leben entgegensteht. Da ihnen eigene Entwicklungschancen verborgen bleiben und sie keine
berufliche Perspektive erkennen können, leben sie nach einem eigenen Rechtsmuster und schließen sich
zunehmend zu kriminellen Jugendbanden zusammen.


Dadurch, dass Jugendliche Ansprechpartner vor Ort erhalten und vornehmlich männlichen Jugendlichen die
Möglichkeit geboten wird, im Schutz- und Sicherheitsdienst mitzuwirken und hieraus eine berufliche Perspektive
erwachsen kann, können integrative- und präventive Ziele erreicht werden.


Die Projektumsetzung erfolgt gemeinsam mit Mitgliedern des Vereines Lichtblick e.V. und der elko & Werder
Security GmBH unter Einbeziehung der örtlichen Jugendarbeit. Bei der Teilnehmerauswahl werden die städtische
Jugendarbeit mit der Markus Beyer GmbH-12rounds, die in das LOS-Mikroprojekt "TeenDefence - BoxGym am
Pumpelberg" einbezogen ist, unterstützend eingebunden. In die "PRäventions-Netzwerkstruktur" werden zudem
die Stadt Osterholz-Scharmbeck / Quartiersmanagement, die in der Jugendarbeit Tätigen, die örtlichen Schulen,
sozialintegrative Beratungsdienste und der Kontaktbeamte der Polizei eingebunden.


Bis zum Ende der Projektlaufzeit werden 2 bis 6 Jugendliche aus dem Brennpunktgebiet in dem Präventions-
Team im Rahmen eines Praktikums mitwirken, denen bei einer erfolgreichen Teilnahme bis zum Ende der
Projektlaufzeit ein Zertifikat ausgestellt wird, um ihre beruflichen Chancen zu erhöhen.
Bis zum Ende der Projektlaufzeit wird eine Netzwerkstruktur "Präventions-Team im Brennpunkt" aufgebaut sein,
an dem die örtlich eingebundenen Stellen durch regelmäßige Treffen im Jugendhaus Am Pumpelberg auch über
den Projektzeitraum hinaus aktiv teilnehmen.


Das Präventions-Team, das die Jugendlichen auf den Straßen und an den unterschiedlichen Treffpunkten an den
Wochenenden in den Abend- und Nachtstunden als Kontaktpersonen anspricht, findet während des
Projektzeitraumes das Vertrauen und die Akzeptanz der Jugendlichen im Brennpunkt, und die Jugendlichen
öffnen sich mit eigenen Problemen und Konfliktstellungen. Falls das gelingt, wird eine finanzielle Grundlage für
ein Fortbestehen der Maßnahme aus anderen Fördermitteln angestrebt.

 

Das Präventionsteam Osterholz wurde gefördert durch:

                                 

 

Projektpartner waren: